Netzhammer erweitert seine Logistikflächen durch Anbau

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Nicht nur ein Blick in die Zukunft nach sechs Monaten Lockdwon

Mitten in den Vorbereitungen des 50-jährigen Bestehens der Firma Netzhammer gab es für das Unternehmen keinen Grund mehr für Feierlichkeiten. Denn mit der zwangsweisen Schließung der Gastronomie im März 2020 fiel dem Unternehmen als einer der führenden regionalen Lieferanten von Hotels und Gastronomen der Großteil seiner Umsätze weg. „Nach einer guten Sommersaison im vergangenen Jahr leiden wir unter dem zweiten Lockdown nun seit November 2020 bereits im 6. Monat.“, so Johannes Netzhammer, seit Dezember 2019 als Nachfolger der dritten Generation im Unternehmen. „Und dennoch erweitern wir unsere Logistikfläche um rund 2000 Quadratmeter und stellen uns damit für die Zukunft weiter auf.“

 „Wir sehen in den letzten Jahren ein starkes Wachstum im Zustellbereich und sind mit der aktuellen Logistikfläche und Kühlräumen insbesondere in der Sommersaison bereits über der Kapazitätsgrenze.“, erläutert Pius Netzhammer den Hintergrund für den Anbau. „Während früher die Gastronomie hauptsächlich ihren Bedarf an Lebensmitteln selbst abgeholt hat, bestellen immer mehr Gastronomen ihre Waren telefonisch, über den Außendienst oder über den eigenen Webshop und lassen sich die Ware am nächsten Tag ins Haus liefern.“

Moderne Dockingstationen, Kälte- und Photovoltaikanlage

Über die Hälfte der Betriebserweiterung wird als temperierte Bereitstellungszone für Kundenaufträge entstehen, bevor diese auf die LKWs verladen werden. Zehn moderne Dockingstationen für LKWs werden hierbei für einen effizienten Ablauf sorgen. Daneben wird das bestehende Tiefkühlhaus flächenmäßig mehr als verdoppelt. Zur umweltgerechten Reduzierung des Flächenverbrauchs wird der größte Teil des Anbaus unterkellert. Zusätzlich entstehen im Obergeschoss moderne Büros für den Telefonverkauf sowie Umkleiden für die Mitarbeiter.

Dabei entspricht der Anbau auch den aktuellsten ökologischen Standards. So ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sowie eine moderne Kälteanlage für die Kühlräume geplant, deren Abwärme in der kalten Jahreszeit für die Heizung genutzt werden kann. „Durch die Abstimmung der Photovoltaikanlage auf dem Dach mit der Kühlanlage können wir aktuell schon über 70% des selbst produzierten Stroms direkt selbst verwenden.“, ergänzt Johannes Netzhammer.

Durch die Erweiterung im Untergeschoss wird die bestehende Fläche im Keller verdoppelt, was in Zukunft einen effizienteren Kommissionierungsablauf verspricht. Daneben sorgt ein automatischer Palettenförderer für die Verbindung zur Warenannahme und einen reibungslosen Warenfluss.

Der Anbau erfolgt dabei im laufenden Betrieb, was die Unterteilung in drei Bauabschnitte erforderlich macht. Der erste Abschnitt ist mit dem Abriss eines Teils des alten Verwaltungstrakts bereits erfolgt. Im zweiten Schritt erfolgt nun der Anbau vor die bestehende Leerguthalle. In diese wird dann temporär die Warenannahme sowie die Zustellung umziehen. Im dritten Abschnitt erfolgt dann Überbauung des aktuellen Innenhofs inklusive Keller. Die Fertigstellung ist für Sommer 2022 geplant.

Mit Anbau optimistisch in die Zukunft

„Trotz des aktuell geltenden Lockdowns, welcher der Gastronomie seit 6 Monaten nur Take-Away Geschäft erlaubt, blicken wir mit Optimismus in die Zukunft und glauben fest an die Gastronomie in unserer schönen Urlaubsregion.“, zeigt sich Georg Netzhammer optimistisch.